Eichstätt

Eichstätt
  • Ca. 14.000 Einwohner
  • Sitz der Verwaltung des Naturparks Altmühltal

Kleiner historischer Überblick

Die Stadt an der Altmühl ist mit 14.000 Einwohnern Europas kleinste Universitätsstadt. Seit 1980 befindet sich in Eichstätt die Katholische Universität, entstanden aus der Katholischen Gesamthochschule, an deren beiden Standorten in Eichstätt und Ingolstadt über 4000 Studenten eingeschrieben sind. Bekannt ist Eichstätt aber in erster Linie als Bischofssitz. Bereits im 8. Jahrhundert wurde das Bistum gegründet. Der angelsächsische Mönch Willibald wurde 740 durch Bonifatius zum Priester und im Jahr darauf zum Bischof geweiht. Wenige Jahre später erbaute Willibald in Eichstätt ein Kloster und begründete so die lange Tradition des Bistums Eichstätt. Bis heute ist die Stadt von der engen Verbindung zur katholischen Kirche geprägt. An fast allen Orten der Altstadt lassen sich Kirchen, aufgegebene oder noch genutzte Klöster und repräsentative Wohn- und Verwaltungsgebäude, wie die Residenz der Fürstbischöfe, entdecken. Die Kathedrale des Bistums ist der Dom zu Eichstätt, eine Hallenkirche mit drei Schiffen, die auf den Gründungsbau von Willibald zurückgeht, und als eines der bedeutendsten Baudenkmäler Bayerns aus dem Mittelalter gilt. Westlich der Altstadt liegt auf einer Anhöhe die Willibaldsburg, die heute das Jura-Museum und das Museum für Ur- und Frühgeschichte beherbergt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt von den Schweden erobert, geplündert und große Teile der heutigen Innenstadt durch Brandschatzung völlig zerstört. Die Zerstörung führte aber zum barocken Wiederaufbau von Eichstätt und bietet den Besuchern heute ein einmaliges Ambiente aus meisterhaften Bauten und idyllischen Plätzen.

Sehenswürdigkeiten in Eichstätt

Eichstätt - Dom

Der Dom zu Eichstätt

Der Dom ist eines der bedeutendsten mittelalterlichen Baudenkmäler Bayerns. Die Ursprünge reichen zurück bis ins 8. Jahrhundert, zur Kirche des von Willibald gegründeten Klosters. In den folgenden Jahren wurden häufige bauliche Veränderungen durchgeführt, jeweils im derzeit aktuellen Baustil. So blickt man auf die barocke Westfassade, wenn man sich der Eichstätter Altstadt von der Spitalbrücke aus nähert. Der größte Teil des Doms ist gotisch gestaltet, während die Türme romanisch und im Mauerwerk des Ostchors noch Teile der frühmittelalterlichen Kirche zu sehen sind.

Eichstätt - Fürstbischöfliche Residenz

Die Fürstbischöfliche Residenz

Am Residenzplatz liegt der ehemalige Sitz der Eichstätter Fürstbischöfe. Die Errichtung der Residenz als dreiflügeliger Schlossbau wurde etwa 70 Jahre nach dem Stadtbrand im Dreißigjährigen Krieg in Auftrag gegeben. Heute befindet sich in der Residenz das Landratsamt, ein Teil kann aber im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Der Residenzplatz gilt als einer der schönsten Architekturplätze Süddeutschlands.

Eichstätt - Willibaldsburg

Die Willibaldsburg

Die auf einem Bergsporn über Eichstätt liegende Willibaldsburg wurde um 1350 erbaut und diente den Eichstätter Bischöfen bis zum Bau des fürstbischöflichen Schlosses in der Stadt selbst als Residenz. Die Burg wurde auf einer früheren Befestigung errichtet, die 1070 erstmals erwähnt wurde. Nach dem Umzug der Fürstbischöfe wurde die Burg als Sitz verschiedener Ämter, Spital und Gefängnis genutzt, verfiel aber bereits Anfang des 19. Jahrhunderts zusehends. 1962 wurde sie von der Bayerischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen übernommen und umfangreich saniert. Seit 1976 und 1980 befinden sich das Jura-Museum und das Museum für Ur- und Frühgeschichte in der Willibaldsburg.