Beilngries

Beilngries
  • Ca. 8500 Einwohner.
  • Stadtbild ist geprägt von Einflüssen aus Mittelalter, Rokoko und Barock.

Kleiner historischer Überblick

Die Stadt mit 8500 Einwohnern liegt zwischen der Altmühl und dem Main-Donau-Kanal. Der Kanal, der von Kelheim bis Dietfurt mit dem Verlauf der Altmühl identisch ist, biegt hier Richtung Norden ab. Die 171 Kilometer lange Bundeswasserstraße führt von Kelheim nach Bamberg und ist Teil der Verbindung von Rotterdam zum Schwarzen Meer. Der Kanal wurde 1992 fertig gestellt und kann auf ehrgeizige Vorgängerprojekte zurückblicken: Die Fossa Carolina gab Karl der Große in Auftrag und bildete bei Treuchtlingen eine Verbindung zwischen Altmühl und Schwäbischer Rezat. Der Ludwig-Donau-Main-Kanal führte von Kelheim und Dietfurt über Neumarkt in der Oberpfalz nach Nürnberg. Erbaut wurde er zwischen 1836 und 1846 und ist heute noch streckenweise erhalten, wird aber nicht mehr für den Schiffsverkehr benutzt. Der Ludwig-Kanal bekam früh Konkurrenz durch die Eisenbahn, größere Schiffe konnten aber nicht auf ihm fahren. Der Kanal konnte nicht mit dem wachsenden Verkehr Schritt halten und verlor schnell an Bedeutung. Mit dem Bau des Nachfolgeprojekts Main-Donau-Kanal wurde 1960 begonnen, der streckenweise mit dem Verlauf des Ludwig-Kanals identisch ist. Zwischen Dietfurt und Berching und auch an einigen Stellen zwischen Dietfurt und Kelheim kann noch heute der Verlauf des Ludwig-Kanals anhand einiger Dämme und Wasserläufe nachvollzogen werden. Abgesehen von der Schlossanlage auf dem Hirschberg, befinden sich die wohl wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Kottingwörth. Rings um die mittelalterliche Innenstadt mit dem barocken Rathaus, stehen von der alten Stadtbefestigung heute noch neun der ehemals zwölf Stadttürme. Ein ungewöhnliches Museum befindet sich unter der Erdoberfläche: In einem Felsenkellerlabyrinth einer inzwischen aufgegebenen Brauerei wird den Besuchern des Brauereimuseums die traditionelle Herstellung des Bieres von den Rohstoffen bis hin zur Fass- und Flaschenabfüllung gezeigt.

Sehenswürdigkeiten in Beilngries

Beilngries - St. Walburga

St. Walburga, Beilngries

Die Stadtkirche St. Walburga

Hübsch anzusehen ist diese Kirche mit ihren buntglasierten Dachziegeln.

Die Frauenkirche

Der Rokokobau ist der bedeutendste Sakralbau in Beilngries, er entstand ab dem Jahr 1753. Den Hochaltar ziert eine hoch verehrte Marienstatue, ein Werk aus der Spätgotik, die Sakristei ist ein Überbleibsel der kleinen Vorgängerkirche.

Das Brauereimuseum

Ein ungewöhnliches Museum befindet sich unter der Erdoberfläche: Im Felsenkeller einer ehemaligen Brauerei wird den Besuchern die Bierherstellung gezeigt.

Das Schloss Hirschberg

Auf dem Hirschberg befindet sich die Schlossanlage in der Form eines langgestreckten Rechtecks. Ein Großteil der alten Burg wurde 1636 durch einen Brand nach einem Blitzschlag zerstört. Die Hofbaudirektoren Jakob Engel, Gabriel de Gabrieli und Maurizio Pedetti setzten sie wieder instand und gaben dem Schloss ihr heutiges Aussehen.
Dem Bistum Eichstätt dient das Schloss Hirschberg heute als Bildungshaus.
Der Schlosshof ist frei zugänglich. Eine Besichtigung der Innenräume ist nur im Rahmen einer Führung möglich.