Ansbach

Ansbach
  • Ca. 40.000 Einwohner.
  • Das Herrieder Tor ist eines der Wahrzeichen Ansbachs

Kleiner historischer Überblick

Die Geschichte von der Stadt an der Fränkischen Rezat, die heute etwa 40.000 Einwohner hat, ist eng mit der des Hauses Hohenzollern verbunden. 1331 wurde die Stadt den Hohenzollern unterstellt und geriet erst Anfang des 19. Jahrhunderts an das Königreich Bayern. Aus einem mittelalterlichen Stiftshof außerhalb der Stadtmauer entwickelte sich ab 1398 die Residenz der Markgrafen, die heute das wohl eindrucksvollste Gebäude in Ansbach ist. Im angrenzenden Hofgarten erlitt am 14. Dezember 1833 Kaspar Hauser eine Stichwunde, an deren Folgen er wenige Tage später starb. Hauser ist eine der eigenartigsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Als er 1828 als etwa 16-jähriger in Nürnberg auftauchte, sprach er kaum ein Wort und erklärte, dass er bei Wasser und Brot in einem dunklen Raum gehalten wurde, solange er denken könne. Schon zu Hausers Lebzeiten kamen Gerüchte auf, er sei der 1812 geborene Erbprinz des Hauses Banden, die durch zwei Anschläge auf ihn zusätzliche Nahrung erhielten. Kaspar Hauser wurde auf dem Stadtfriedhof von Ansbach begraben. Auf dem Grabstein steht die Inschrift: „Hier ruht Kaspar Hauser. Rätsel seiner Zeit, unbekannt die Herkunft, geheimnisvoll der Tod“. In Ansbach erinnern dazu einige Denkmäler an Hauser und im Markgrafen-Museum befasst sich gleich eine ganze Abteilung mit dem jungen Mann. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt neben der Residenz ist das Herrieder Tor. Unter Carl Wilhelm Friedrich, der Wilde Markgraf genannt, entstand der 47 Meter hohe achteckige Turm. An der Nordseite des Turms spielt täglich um 11.00 und 17.00 Uhr ein Glockenspiel den Hohenfriedberger Marsch. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben in der Residenz eine Zweiggalerie. Zum einen werden die hier einst ansässigen Hofmaler gezeigt, zum anderen sind in der Grande Galerie Werke aus der flämischen, holländischen und französischen Schule des 17. und 18. Jahrhunderts ausgestellt.

Sehenswürdigkeiten in Ansbach

Ansbach - St. Gumbertus

Die St.-Gumbertus-Kirche

Mit der Nachbarkirche St. Johannis gehört St. Gumbertus zu den Innenstadtkirchen von Ansbach. Die Kirche geht auf ein Kloster zurück, das durch Gumbert Mitte des 8. Jahrhunderts gegründet wurde. Um 1040 entstand eine erste steinerne Kirche, von der noch die romanische Krypta erhalten ist.

Das Markgrafenmuseum

Präsentiert wird die Geschichte der Stadt und des Fürstentums Ansbach bis zum Ende der preußischen Epoche 1806.

Die Residenz der Markgrafen

Zu den Hauptattraktionen gehören der zweigeschossige Festsaal mit Deckenfresko, das Spiegelkabinett und der Kachelsaal mit etwa 2800 Fliesen aus der ehemaligen Ansbacher Fayence-Manufaktur.